Marco Bischof: Tachyonen, Orgonenergie, Skalarwellen

Buchbesprechung Marco Bischof

So gibt es zwar eine Reihe hervorragender Einzeldarstellungen, die jedoch jeweils für sich stehen, die Verbindungen zu anderen Schwerpunkten des Themas und vor allem eine vergleichende Einordnung vermissen lassen – und ohne diese verliert man bei diesem sensationellen und im wahrsten Sinne vitalen Thema schnell den Boden unter den Füßen. Verständlicherweise wurde und wird hier sehr vieles in einen Topf geworfen, was gar nicht zusammen gehört: Bischof weist ihm den richtigen Platz zu. Vielleicht besteht darin der Hauptverdienst dieses Buches (man mag es bei dieser Fülle der exakt recherchierten Informationen kaum sagen): es zeigt das System und schafft damit Ordnung.

Die Verfechter lebensenergetischer Konzepte, Radiästheten, Spiritisten, die feinstofflichen Elektroniker, Militärphysiker, Techniker des Vakuum-Engineering und Bioresonanzmediziner sehen nicht nur, wo sie, sondern vor allem auch wo die anderen stehen und wie man sie eventuell erreichen kann. Dabei wird es sicher Überraschungen geben und manch einer mag vielleicht mit dem ihm zugewiesenen Platz nicht ganz einverstanden sein, wie z. B. bestimmte Verfechter der Tachyonentechnik, aber dieser Klärungsprozess ist überfällig.

Eher unauffällig präsentiert sich ein kurzes Kapitel, das es jedoch in sich hat: „ Ein multidimensionales Modell des Organismus“. Dies scheint mir für Mediziner von zentraler Bedeutung, da es klare Bezüge zwischen der Art des jeweiligen Körpers (physischer Körper, elektromagnetischer Feld- Körper, Mentalkörper etc.), seiner Störung und den Hilfsmöglichkeiten aufzeigt. Auch hier kann nun Klarheit einkehren und manche Auswüchse eines mystischen Vitalismus zurückdrängen. Wozu muß man ein transzendentes Heilprinzip in jedem Heilungsvorgang bemühen wie z. B. David Hodges und Tony Scofield in ihrem viel diskutierten Aufsatz „The healing effect“ im Scientific and Medical Network Journal 1995, wenn auf der (niedersten) Ebene der zellulären Schädigung nur „ Reparatur und Ersatz“ (Bischof) notwendig sind?

Besonderen Respekt verdient Bischof auch als Chronist der Entwicklungen der letzten 50 Jahre, über die ja fast keine Primär- oder Sekundärliteratur besteht und wo man sich verwundert nach seinen Informationsquellen fragt. Nur bei genauer Kenntnis der Zusammenhänge erkennt man Informationswege zwischen den Protagonisten, die in der Umgangssprache als „klauen und kupfern“ bekannt sind – leider ein Dauerthema in diesem Bereich, das zum Teil schwere Schatten auf manchen Namen werfen könnte. Vielleicht ergänzt Bischof auch weitere Auflagen um einige Hinweise auf interessante weitere Randfiguren wie zum Beispiel Karl Schappeller.

Das Buch schließt mit einem überraschenden Kapitel: „Gedanken zur Technologie des Feinstofflichen“ – nicht weniger als eine kleine Ethik des Feinstofflichen. Wer noch nicht weiß, daß in diesem Bereich der Hersteller mit seinem Produkt und letztlich der Anwender mit der Wirkung verbunden ist, erfährt hier, daß die richtige Intention Schlüssel und Voraussetzung des Erfolges ist. Vielleicht ist dies das wichtigste Kapitel (PD Dr. Hendrik Treugut).

Marco Bischof
Tachyonen, Orgonenergie, Skalarwellen
Feinstoffliche Felder zwischen Mythos und Wissenschaft
AT-Verlag, Aarau, Schweiz 2002.
ISBN 3-85502-786-2

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Wer Marco Bischofs Klassiker kennt („Biophotonen – das Licht in unseren Zellen“), weiß, was er erwarten darf – und wird nicht entäuscht. Hier liegt die erste umfassende Topographie des Feinstofflichen sowohl in seinem physikalischen wie personalen Aspekt vor, jeweils vor dem Hintergrund der historischen Entwicklung wie auch in Hinblick auf die praktische Anwendung bzw. Technologie. Als Folge der Informationsqualität werden dem Leser die Unzulänglichkeiten der meisten bisher erhältlichen Publikationen bewußt.

 

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